Sommerferien-Special: 5 Gründe, warum man jetzt nach Tel Aviv fahren sollte von Norman Roehlig

Sommerferien-Special: 5 Gründe, warum man jetzt nach Tel Aviv fahren sollte von Norman Roehlig

Norman kenne ich schon eine ganze Weile und kaum jemand reist so viel um die Welt, wie er: Von Südtirol bis Südafrika, Malediven und Jordanien, Namibia oder Peru hat der CEO von RSA Media und Herausgeber des i-ref Magazine  schon alles gesehen. In letzter Zeit war er aber besonders auffällig oft in Tel Aviv – die Stadt steht auf der Bucket List vieler Reisender und deshalb wollte ich von Norman wissen, warum er so gerne immer wieder dort hinfährt.

Das Interview ist der perfekte Auftakt für das Sommerferien-Special und die “Travel”-Kategorie auf Alexa Peng, die ich in Zukunft mehr pflegen möchte.

Shalom Norman, was gefällt dir so an Tel Aviv?

“Tel Aviv is probably the first city that I can’t explain either in a picture or in any text. Only those who know the city, understands it. Is it the beach? The people? The weather? Or that incredible magic in the air? I really don’t know. But what I know for sure is, that this place is different, to different to ignore.”

So in der Art hab ich’s irgendwann mal auf Instagram gepostet und muss zugeben, dass es mir bis heute schwer fällt zu beschreiben, warum diese Stadt so anders und vor allem so besonders für mich ist. Ich will es dennoch kurz versuchen: Wie einige vielleicht wissen, bin ich sehr viel in der Welt unterwegs und habe schon an den entlegensten Orten mein Herz verloren, doch zog mich keine Stadt so in ihren Bann wie Tel Aviv.

“1. Der mit Abstand schönste City-Beach am Mittelmeer.”

Das hat viele Gründe: Zum einen sprechen wir hier von einer kompletten – architektonisch einzigartigen – Bauhaus-City, verwaschen von Salz und Hitze direkt am Meer und einer Genusskultur, wie ich sie in dieser Qualität nur selten auf der Welt erlebt habe. Dazu 300 Hitze- und nicht nur Sonnentage und der mit Abstand schönste City-Beach am Mittelmeer.

An sich könnte ich es dabei schon belassen, euch alle bitten die Koffer zu packen und hätte doch die zwei wichtigsten Punkte vergessen: Die Menschen und dieser besondere Vibe. Denn in Tel Aviv, ihr Lieben, wird gemingelt! Und das auf liebenswerte Art. Aus Local wird Gast, aus Gast Local. Mal flirten sie. Mal tauschen sie sich aus. Mal erkunden und erleben sie die Stadt gemeinsam.

“2. In Tel Aviv wird gemingelt.”

Selten habe ich einen Ort erlebt, an dem so viel Interesse an gegenseitigem Austausch besteht, wie in Tel Aviv in Israel. Es ist daher egal, wie sehr ich diese Zeilen noch hin und her schiebe, es wird mir nicht gelingen, diese sexy Mischung aus Kultur, Genuss und Lebenslust auf eure heimischen Smartphones zu zaubern – darum holt lieber das Sunspray raus und erlebt den Zauber dieser Stadt vor euren eigenen Augen.

Na, dann mal her mit deinen Tipps für die ersten 7 Tage in Tel Aviv: Wo wohnt es sich gut?

Für TLV kann ich leider nur sagen, dass egal was ich vorschlage, die Unterkünfte meist schon recht teuer sind. Anfangs wohnte in einem von diesen drei Airbnbs:

Als Hotel kann ich euch das Shenkin Hotel empfehlen – zur Ausnahme mal nicht in direkter Strandnähe (etwa 5 Minuten) dafür in einer meiner liebsten Ecken von TLV und in der Nähe vom besten israelischen Lunchspot: Orna and Ella (Sheinkin St 33, Tel Aviv-Yafo, Israel, +972 3-525-208). Zudem ist auch das Brown Beach House zu empfehlen, allein schon der Lage wegen.

Ihr könnt die Locations der Wohnungen als stellvertretend für die beste Lage und einem durchschnittlichen Preis verstehen, wie er in Israel sehr üblich ist. Solltet ihr Geld verbrennen wollen, schaut euch mal auf Holy Guest um, bucht euch im The Norman oder in der White Villa ein. Hier hab ich früher gewohnt, aber es wurde mir auf Dauer jedoch zu teuer und war auch zu groß für mich – als Gesamtpreis für 2 Personen ist es aber erschwinglich. Es ist ein ganz wunderbares Apartment, wenn man nur für kurze Zeit etwas Schönes haben will – und die Lage ist sensationell.

“3. Malerische Bauhaus-Welt.”
Was sollte man auf jeden gesehen haben?

TLV ist prinzipiell keine besonders große Stadt. Soll heißen, man hat alles recht schnell verstanden und findet sich gut zurecht. Schaut euch das Tel Aviv Museum of Art an, besucht den Camel Market, schaut mal in Florentine vorbei und fahrt zumindest einmal nach Old Jaffa, genießt die malerische Bauhaus-Welt rings um den Dizengoff Square und lauft einmal in Ruhe den Rothschild Boulevard ab. Mehr ist in der Kürze wohl auch nicht möglich.


Die Strände: Allesamt sind sie traumhaft und obendrein Dreh- und Angelpunkt der Stadt. Meine liebsten sind Frishman und Gordon Beach. Reichlich Platz für alle und sexy ohne Ende! Please note: Israelis sind hart attraktiv! Und zwar auf smarte Art! Mir schießen sofort die Schweißperlen runter, wenn ich nur daran denke.

“4. Israelis sind hart attraktiv.”

Also weiter geht’s: Es gibt natürlich auch ein Touristenoffice mit allen Infos. Nach Jerusalem oder in die Wüste kann man bequem Tagesausflüge planen, dennoch lege ich euch nahe mal eine Nacht in der Holy City zu verbringen. In Israel ist es ganzjährig sehr warm: Im Sommer ultra heiß. Von Mitte Februar bis November liegen die Temperaturen zwischen 25 und 40 Grad, in Jerusalem und am Toten Meer noch weit darüber.

Was müsst ihr mitbringen, woran bei Einreise denken und was steht in keinem Reiseführer?
  1. Es ist heiß hier – richtig heiß. Tag und Nacht, vor allem zwischen April und Oktober. Also lasst eure aufwendigen Styles zuhause und packt lieber ein paar kurze luftige Teile dazu. Das einzige Outfit was ihr in Tel Aviv pflegen müsst, ist euer Body. Daher unbedingt 50+ Sonnenschutz auftragen, reichlich Wasser trinken und Cap tragen. So manches deutsche Gemüt ist hier ordentlich am Schnaufen, weil’s dann eben doch heißer ist, als gedacht.
  2. Bringt Zeit bei der Einreise mit! Der Sicherheitscheck nach Israel dauert gerne mal 3x so lange wie üblich. Vor allem bei El Al, der größten israelischen Fluggesellschaft kann es gerne mal bis zu drei Stunden dauern, bis man endlich seinen Sitz erreicht.
  3. Tel Aviv ist eine sehr laute und lebendige Stadt. Ich find’s großartig, andere sind damit leicht überfordert. Hier ist ordentlich Rambazamba – nicht nur am Tag sondern 24/7. Wer also auf der Suche nach absoluter Ruhe ist, sollte dann doch lieber in die Toskana fahren.
  4. Habt keine Bedenken und genießt die freien Tage! Ich weiß, viele Menschen sind nach wie vor zögerlich, geht es darum einen Trip in den mittleren Osten zu planen. Allein der Name Israel sorgt bei vielen noch immer für ein gewisses Maß an Unruhe vor Antritt der Reise. Das verstehe ich, will es auch gar nicht dementieren, noch kommentieren. Ist es jedoch die reine Sicherheitsfrage, die Bauchschmerzen bereitet, kann ich klar sagen, dass es aktuell wohl kaum einen Ort gibt, der stärker bewacht ist, als Tel Aviv – der ganze Staat gleicht ohnehin einem Hochsicherheitstrakt. In den nun mehr 5 Jahren, die ich zwischen Berlin und Tel Aviv pendele, hatte ich bis dato kein einziges Mal Angst um meine Sicherheit.
Zu guter Letzt: Welche Restaurants sollten es sein?

Die Küche Israels ist nicht nur ein Fest für den Gaumen, es ist mehr als das! Um es gar mit den Worten meiner Gast-Mama und Israels Food-Ikone Sherry Ansky zu beschreiben: “Essen ist Leben!” Das riecht man, dass schmeckt man, dass vergisst man nicht.

“5. Tel Aviv hat die weltweit höchste Dichte an veganen und vegetarischen Speisen.”

Zudem noch ein Hinweis an alle Vegetarier und Veganer: Tel Aviv hat die weltweit höchste Dichte an veganen und vegetarischen Speisen und ist obendrein Absender des international größten veganen Food-Festivals, dem “Vegan-Fest Tel Aviv: The Largest Vegan Festival in the World”. Just sayin!

Meine aktuelle Hitlist an Restaurants für die Super-Foodies ist allerdings durchwachsen, da ich mich weder vegetarisch noch vegan ernähre – allesamt sind jedoch vegan friendly. Preislich sei noch erwähnt, dass die meisten nicht gerade günstig sind: Room Service, Port Sa‘id und HaBasta sind aber im Budget. Der Rest ist fantastisch, kostet aber nicht wenig. Schaut euch einfach mal um!

Kitchen Market
Nemal Tel Aviv St 12, Tel Aviv-Yafo, Israel
972 3-544-6669

HaBasta
4 Hashomer St, Tel Aviv
03-516-9234

Room Service Bar
Dizengoff St 245, Tel Aviv-Yafo, Israel
972 3-532-9654

Dallal Restaurant
Shabazi St 10, Tel Aviv-Yafo, Israel
+972 3-510-9292

OCD TLV
Tirtsa St 17, Tel Aviv-Yafo, Israel
+972 3-556-6774

Cicchetti
Yehuda ha-Levi St פינת מזא”ה 58, תל-אביב יפו, Israel
972 3-685-3499

Ya Pan
Nahmani St 26, Tel Aviv-Yafo, Israel
+972 3-648-7796

Thai House Restaurant
Bograshov St 8, Tel Aviv-Yafo, Israel
972 3-517-8568

Claro; Mediterranean Kitchen
Ha’arbaa st 23, Tel Aviv-Yafo, Israel
972 3-601-7777

Port Sa’id
Har Sinai St 5, Tel Aviv-Yafo, Israel
972 3-620-7436

Topolopompo
HaSolelim 14 Tel Aviv, Tel Aviv, Israel
+972 3-691-0691

zepra
Ygal Alon 96 St, Tel Aviv
03-6240044

Gute Reise!

Shalom und tausend Küsse aus Tel Aviv

Euer Norman

Eine Übersicht von Normans Reiseberichten für i-ref findet ihr hier.

(Fotos: Norman Roehlig/i-ref)

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