Olivia Palermo und Johannes Huebl geht es wie Latte Macchiato und Tomate-Mozzarella – bald kann sie keiner mehr sehen. Während das Puppen-Gesicht versucht als TV-Sternchen und Stil-Ikone im Geschäft zu bleiben, ist Joe Hotness nach wie vor als Männermodel tätig. Angesichts seines aktuellen Job lachen die Hühner. Der gebürtige Hannoveraner modelt für Trommelwirbel, Tusch: Pro-Idee! Kennt ihr nicht? Den Katalog haben eure Eltern bestimmt unter dem Wohnzimmertisch, neben der Prisma und Apotheken Umschau. Dabei handelt es sich um einen “Concept Store” für Daniel-Düsentrieb-Erfindungen wie Luftbefeuchter, Aktivkohle-Decke oder Antirutsch-Überschuhe. Immerhin darf Johannes Huebl italienische Marken-Ware präsentieren und muss nicht auf den Elektroroller “Tante Paula” steigen oder die Infrarot-Fernbedienung “Zauberstab” vorführen. Seinem Blick nach zu urteilen, scheint er nicht begeistert. Ab heute heißt er Joe Crazy Eyes.
Ich spiele voller Begeisterung die Buschtrommel: Marlene von spruced präsentiert eine nach ihr benannte Tasche – THE MARLENE! Es ist allerhöchste Zeit, dass dieser Partyrakete (wir haben zusammen auf Steffis Hochzeit die Keulen geschwungen…) eine solche Ehre zuteil wird. Der Designer der hübschen Envelope-Clutch (135 Euro) ist ihr Freund James Castle. Der Brite lernte das Handwerk u.a. bei Alexander McQueen und ist so etwas wie 007 für die perfekt-sitzende Hose oder Jackett – als Frau mit Konfektionsgröße 40 weiß ich, wovon ihr rede! Seinen Namen sollte man sich nicht nur merken, sondern schnellstmöglich einen Termin in seinem Berliner Studio ausmachen. Ein Leben ohne eine solche rote Hose macht keinen Sinn, macht es nicht oder? Kontakt für Tasche, Jacke wie Hose: mail@jamescastle.de
“Diese Nase!” schwärmen Asterix und Obelix und meinen Kleopatra, ich meine Mamie Gummer. Gestern habe ich “The Ward” geschaut, ein Horror-Film von Altmeister John Carpenter (“Halloween”), dem leider nichts Besseres als ein Abklatsch von “The Ring”, “Identität” und “Einer flog über das Kuckucksnest” gelungen ist. Einziger Lichtblick in der Psycho-Kiste ist Mamie Gummer.
Die 28-jährige Tochter von Meryl Streep (Fotos Fotos Fotos!) spielt darin die Klapsmühlen-Patientin Emily. Nicht nur, dass sie ihrer Mutter ähnelt, auch ihre Schauspielkünste haben mich überzeugt. Die ist irre! Eigentlich heißt Mamie “Mary Willa”, ihr Vater ist der Künstler Don Gummer. Sie wuchs in Connecticut und nicht in Hollywood auf und spielt vorzugsweise am Broadway. Diese Fotostrecke stammt aus der amerikanischen Marie Claire – ich hoffe in Zukunft mehr von ihr zu sehen.
Nachtrag: Wie es sich gehört, habe ich recherchiert wer die Fotografin von dem Mami Gummer Aufmacher-Foto ist. Wer “Brigitte Lacombe” googelt und ihre Seite findet, öffnet eine Schatztruhe. Die gebürtige Französin und Wahl-New Yorkerin hat sämtliche Stars von Abba bis Zappa, Künstler und Politiker (Obama, Hillary) portraitiert und war mit Drew Barrymore bei den Massai – bitte angucken! Hier mein Best of mit Rachel Evan Wood, Miuccia Prada, Alexa Chung, Kirsten Dunst und Elizabeth Olsen.
Leandra Medine von Man Repeller ist so meschugge wie ihr Stil. Was ich besonders an ihr mag, ist ihre Liebe zu vielen Armbändern, vorzugsweise das ganze Luxusgedöns von Cartiers Love Bracelet bis hin zum Collier de chien von Hermès, hier und da aber ein Totenkopf an roter Kordel oder günstiger Modeschmuck von Labels wie House of Harlow oder Wanderlust. Leandra nennt das opulente Ergebnis “Arm Party”. Das funktioniert auch mit vonhey-Armbändern. Die neue Kollektion ist jetzt online!
Sehenswert ist das Video aus der Reihe “Closet Confessions”, in dem Leandra Medine mehr über ihre gekonnte Art des Layerings (Motto: “Alles was Frauen lieben und Männer hassen”) und ihr Out of Bed-Bloggen verrät.
Dass man alt wird, merkt man an solchen schockierenden Jubiläen: Vor zwanzig Jahren kam das Nirvana-Album “Nevermind” auf den Markt, darauf der Jahrhundert-Knüller “Smells Like Teen Spirit”. In der November-Ausgabe von VOGUE Paris erschien jetzt eine Strecke mit dem Titel “Nevermind”, in der sich Grunge- und Ethno-Look ein chices Stelldichein geben. Man denke an ungekämmtes Haar, zerfetze Jeans und Müslistrick vs. bunte Patchworks, bestickte Mokkasins und viele Armbänder. Sozusagen eine Hommage an Kurt Cobain und eine surfende Pocahontas.
Als Fotograf wurde Mario Sorrenti engagiert. Dessen Bruder Davide, ebenfalls Fotograf und Lover von Topmodel Jaime “James” King, starb 1997 an einer Überdosis Heroin. Passt irgendwie zum Thema. Dass Emmanuelle Alt für das Styling der “Nevermind”-Strecke verantwortlich war, erkennt man an den Isabel Marant-Teilen. Die VOGUE-Chefredakteuse und Designerin arbeiten gerne zusammen. Angesichts des neuen Sommer-Katalogs der Zweitlinie Etoile werde ich hysterisch. Isabel Marant hatte ja schon immer ein Händchen für Stoffe aus Indonesien, Indien und Marokko. Die quiltähnliche Jacke in Blau-Weiß steht auf meiner Einkaufsliste an erster Stelle. Ist sie nicht wunderschön?
Für das “DIY Project” von Rag & Bone Jean fotografieren sich Models in privaten Momenten, vorzugsweise leichenblass und dürftig bekleidet. Jüngstes Beispiel ist Miranda Kerr, wobei die Fotos u.a. von ihrer Supernanny Orlando Bloom geschossen wurden. Die australische Beauty bezirzt ihren Hollywood-Star a.D. mit rotem Lippenstift von Tom Ford, Haifischzahn-Schmuck von Jennifer Meyer oder Manon von Gerkan und ihren schlanken Hüften, die in Hosengröße 25 passen. Carolyn Murphy – die Amerikanerin ist eines meiner absoluten Lieblingsmodels – hat sich zuvor für Rag & Bone mit ihrem Hund an einem Ostküsten-Strand fotografiert. Bitte anschauen, weil schön.
Viele Jahre meines Lebens habe ich auf Ebay verschwendet, um einen Leo-Schal von Louis Vuitton zu erstehen. Erfolglos. Entweder gab es nur Fakes aus Polen oder limitierte Tücher aus der Bond Street zu gepfefferten Preisen. Jetzt, wo jede RTL-Moderatorin das Modell in Braun um den Hals trägt, bin ich froh keinen zu besitzen. Bei Garance Doré habe ich eine coole Variante von Yves Saint Laurent entdeckt. In der Beschreibung heißt es: “The bold leopard print adds a bit of Rive Gauche savoir faire to turn a simple ensemble into a statement.” Na bitte. In meinem Fall trägt Elettra Wiedemann, Tochter von Isabella Rossellini, und ihr Augenbrauenbogen massiv zu der Begeisterung bei.
Zwar habe ich erst im Mai Geburtstag, aber jetzt ist schon klar, was ich mir wünsche: Nagellack in Erdbeereisrosa. Die Chanel-Farben für den Sommer 2012 versprechen Hochstimmung für meinen Ehrentag. Meine Schwester feiert im Juni Geburtstag. Leider trägt sie nie Nagellack, sonst hätte ich eine gute Ausrede um “June” zu kaufen – wenn die Fläschchen nicht gleich vergriffen oder nur in Londonparistokio zu haben sind. Hollywoods liebste, weil dümmnnste Stylistin Rachel Zoe präsentiert bei The Coveteur sogar die legendäre Farbe “Jade” in ihrer Sammlung. Ich meine das ernst: LEGENDÄR!
Mit 24-stündiger Verspätung (Generalstreik!) bin ich aus Griechenland zurück und friere mir in Berlin den Hintern ab. Vor zwei Tagen habe ich in Kalogria Beachball gespielt, jetzt fahnde ich nach Mütze, Schal und Handschuhen. Da kommt mir dieser funky Look als Abschiedsgruß vom ohnehin ziemlich mauen Sommer gerade recht. Toll finde ich die Buxe in der Trendfarbe “Curry” und die “Caravelle”-Sandalen von K. Jacques. Meine Schuhe von der Traditions-Manufaktur aus Saint Tropez kamen in diesem Jahr leider nicht allzu oft zum Einsatz. Was ich eigentlich sagen wollte: Es mag inzwischen unzählige Streetstyle-Fotografen geben, aber Scott Schuman alias The Sartorialist stellt mit solchen Shots unter Beweis, dass er nach wie vor zu den Trüffelschweinen zählt. Zu meiner großen Freude hat er auch ein neues Foto von Ece Sukan gepostet.