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Das Boep – Interview mit Gründerin und Zweifach-Mutter Dr. med Michaela Hagemann und wie sie es mit ihrer Babypflege in über 1.000 Drogerie-Filialen geschafft hat

So sehr ich Online-Journalismus liebe: Es gibt nichts Besseres als rausgehen, Leute treffen und Geschichten entdecken. So geschehen bei den letzten Press Days in Berlin, als ich im Showroom der Hamburger Agentur Stilgeflüster Dr. med Michaela Hagemann, Gründerin von Das Boep (steht für “Das Babyöl-Projekt”) und zweifache Mutter, kennenlernte.

Unaufgeregt und überzeugend präsentierte sie mir ihre Babykosmetik-Linie, die ohne Mineralöle, Parabene, Silikone, Paraffine, PEGs und synthetische Duftstoffe auskommt, vegan und dermatologisch getestet ist, nach den strengen Richtlinien für Naturkosmetik zertifiziert sowie hergestellt und abgefüllt im Allgäu wird. Ich war beeindruckt von ihrem Know-how, Unternehmergeist und dem neuen Babybalsam, mit dem ich mich und Baby Peng seitdem immer eincreme, weil nicht nur der leckere Duft süchtig macht – deshalb musste ich sofort ein Interview mit Michaela eintüten.

Liebe Michaela, du bist Ärztin. Welche Art von Babypflege fehlte deiner Meinung nach auf dem Markt?

Ich fand, dass eine natürliche Pflegeserie fehlte, die nicht nur die besten Inhaltsstoffe hat, sondern dabei auch noch gut riecht und modern aussieht. Naturkosmetik riecht oft sehr stark nach Kräutern und sieht altmodisch aus – das wollte ich ändern.

Wir alle sind mit der dicken weißen Creme aus der blauen Dose groß geworden. Wieso ist diese Art von Pflegecreme für Babys heute nicht mehr so angesagt?

Heute werden Inhaltsstoffe hinterfragt wie nie. Man ist sehr viel bewusster geworden, ob bei der Auswahl der Nahrungsmittel, der Kleidung oder eben der Pflege. Man möchte keine Kompromisse mehr eingehen und ist neuen Marken gegenüber offen.

Braucht ein Baby denn wirklich verschiedene Produkte oder reicht nicht einfach nur ein Öl?

Solange die Babys noch klein sind, empfehle ich auf jeden Fall nur Öl zu verwenden und nicht mehr. Höchstens noch eine Wind- und Wettercreme jetzt im Winter. Aber irgendwann werden die Babys ja größer und die Haare werden länger, da reicht ein Öl vielen dann nicht mehr aus.

Woran merke ich, welche Pflege meinem Baby wirklich gut tut?

Die Haut ist im Idealfall von Natur aus schon so gut, dass sie kaum Pflege braucht. Es sollten natürlich nach der Anwendung keine Reizungen oder Ausschläge auftreten. Manche Hauttypen, z.B. Kinder mit leichter Neurodermitis, brauchen manchmal mehr Pflege, hier muss man oft ausprobieren, welches Produkt das Hautbild wirklich verbessert und zu einer Linderung der Symptome führt.

Kann ich als Mama die Produkte mitbenutzen?

Na unbedingt, das machen viele unserer Kundinnen bereits! Ich finde es gerade schön, wenn auch die Mama nur leicht duftende Pflege verwendet – die Babynasen sind noch sehr fein und ihnen ist der natürliche Duft am vertrautesten.

Wie konntet ihr eine große Drogerie-Kette wie dm davon überzeugen Das Boep mit ins Sortiment aufzunehmen?

Wir haben den dm-Einkäufer auf einer Messe kennengelernt und er kam eher auf uns zu, war neugierig, was wir da machen. In der Babypflege hat sich lange nur wenig bewegt und da wollte dm jungen Marken die Chance geben sich zu behaupten.

Was sind eure Pläne für 2018?

Nachdem wir letztes Jahr unser Sortiment noch einmal erweitert und diesen großen Schritt in den Einzelhandel gemacht haben, möchten wir uns dieses Jahr auf die Produktetablierung am Markt fokussieren. Aber ich hätte auch noch ein paar schöne Produkte in der Hinterhand – es  bleibt also spannend!

Danke für das Interview, liebe Michaela und hoffentlich läuft es weiterhin so geschmiert!