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Ein Satz heiße Ohren

Mein erstes Piercing habe ich mir mit 37 machen lassen. Das vierte Ohrloch oben im Helix wurde mit einer Nadel gestochen, die anderen alle bei einem Juwelier mit der Pistole geschossen. Davor hatte ich mir ein Helix-Piercing schießen lassen und nach drei Wochen Dauerschmerzen und einem roten Ohr so groß wie eine Scheibe Corned Beef entnervt wieder rausgemacht.

Mein erstes richtiges Piercing tat beim Stechen weh, aber der Schmerz war klar und sauber. Ich spürte, dass er vorbei gehen würde. Ich bekam ein Spray zum Desinfizieren und säuberte die Wunde wie es mir die Piercerin von Classic Tattoo Berlin aufgetragen hatte. Den Ohrringe durfte ich nicht anfassen, nur mit einem Wattestäbchen vorsichtig um die Ränder fahren. Nach sechs Monaten konnte ich den silbernen Knopf durch einen goldenen Ring ersetzen.

Inspiriert wurde ich damals von den Piercern J. Colby Smith von NY Adorned und Maria Tash, die jedes Ohr individuell mit Schmuck besetzen und den Begriff “Piercing” durch ihren filigranen Arbeiten aufwerten. Teilweise handelt es sich bei den mit Diamanten besetzten Creolen und Steckern aus 18 Karat Gold um Haute Joaillerie (preistechnisch).

Leider habe ich es bislang nicht geschafft wieder nach New York zu kommen. Umso mehr freue ich mich, dass man zumindest den Schmuck von Maria Tash jetzt bei Net-a-porter.com bestellen kann. Damit ist Piercing endgültig aus der Asi-Ecke raus.

Meine Favoriten aus der (Venus by) Maria Tash Kollektion:

1. mit Diamanten besetze Creolen in Roségold
2. kleiner Stecker mit fünf Diamanten in Gelb– oder Rosé-Gold
3. Tiny Ohrstecker mit 3 Diamanten in Gold

(Fotos: J. Colby Smith, Maria Tash, Net-a-porter.com)