Kolumne: „Bist du dünner jetzt eigentlich glücklicher, Alexa?“

Kolumne: „Bist du dünner jetzt eigentlich glücklicher, Alexa?“

Vor gut einem Jahr habe ich die Stoffwechselkur gemacht bzw. erfolgreich beendet. Seitdem hat sich mein Leben ziemlich verändert. Ich halte mein Gewicht und trage zwei Konfektionsgrößen kleiner. Eine Leserin fragte mich: „Bist du dünner jetzt eigentlich glücklicher, Alexa?“

Die Antwort ist: „Ja!“ Aber nicht weil ich nur dünner, sondern entspannter bin. Das Thema Diät spielt in meinem Leben keine Rolle mehr. Ich muss mir meine Rundungen auch nicht mit Begriffen wie „Body Positivity“ schönreden. Für mich war es so: Seit der Pubertät hat mich meine Figur traurig gemacht; ich wollte immer schlanker sein.

Deshalb hatte ich auch andauernd ein schlechtes Gewissen oder fühlte mich schuldig, weil ich das „Falsche“ oder zu viel gegessen hatte. Mein Spiegelbild und ich waren auf Kriegsfuß. Dabei war mein Schlüssel zum Traumgewicht total einfach zu finden und es ärgert mich, dass ich erst mit 40 diesen Weg eingeschlagen habe. Denn Fakt ist: Die Low-Carb-Ernährung funktioniert bei mir super.

Dank der NWL-Kur von Daniela Laubinger gelang es mir innerhalb von sechs Wochen meine Ernährung umzustellen und alle überflüssigen Kilos loszuwerden. Das Programm hat mir so gut getan, dass ich es mit Flori nochmal zusammen als Detox-Kur gemacht habe. Nicht nur der hartnäckige Bauch- und Rückenspeck geht davon weg, sondern die Haut wird reiner, der Kopf klarer und die Laune bombig.


Deshalb mache ich nach diesem Prinzip weiter. Dabei halte ich mich an die 5:2 Regel und esse unter der Woche so gesund wie möglich. Wenn die Hose kneift, esse ich abends den „Fatburner- Quark“ statt ein normales Abendessen. Das Rezept ist total einfach: 500 Gramm Magerquark, Saft von 1 Bio-Zitrone, 1 kleines Glas Mineralwasser zum Glattrühren, Xucker nach Geschmack zum Süßen – fertig. TK-Himbeeren oder Blaubeeren schmecken dazu gut.

Am Wochenende futtere und trinke ich worauf ich Lust habe: Pasta, Pizza, Burger, Kuchen, Würstchen, Drinks, … Meine täglichen Dickmacher früher waren: Käsebrot, Kuhmilch im Kaffee, Avocado-Brote, Sushi von Lieferservice und spätes Abendessen in Kombination mit Alkohol, vor allem Wein.

Das Gute ist, dass sich diese neue Lebensweise in keiner Sekunde wie eine Diät anfühlt. Ich achte auf mein Hungergefühl und esse hauptsächlich saisonales Gemüse und Obst in Kombination mit Proteinen, also Eier, Tofu oder Fleisch. Die Milch im Kaffee ist jetzt Hafermilch.

Einen Lieferservice gibt es in meiner neuen Heimat Wusterwitz nur für Döner und Pizza. Ich muss mich also selber in die Küche stellen und meine Mahlzeiten frisch zubereiten. Für mich ist das eine willkommene Abwechslung zur Computerarbeit. Außerdem merke ich, wie ich mit jedem Salat kreativer werde. Das tut mir total gut und macht Spaß.

Zu meinem neuen Lebensgefühl zählt auch, dass ich mich jeden Tag bewusst bewege. Seien es nur 10 bis 15 Minuten durch ein schnelles Yoga- oder Ballett-Workout, Fahrradfahren zur Kita oder Gartenarbeit. In diesem Sinne: Ommmm! Mein Körper ist mein Tempel – und so behandle ich ihn jetzt auch.

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