Villa Peng: Update von der Baustelle V. und erste Details zur Einrichtung

Villa Peng: Update von der Baustelle V. und erste Details zur Einrichtung

Als wir im Sommer die Villa Peng gekauft haben wollten wir unbedingt Weihnachten dort feiern – dieses Ziel war angesichts der Latte an Eigenleistung zu sportlich geplant, aber immerhin konnten wir im Haus schlafen und haben zwischen den Jahren unheimlich viel geschafft. Ohne Floris Eltern, die uns auf der Baustelle geholfen oder auf Baby Peng aufgepasst haben, wäre dies nicht möglich gewesen. Großes Dankeschön an dieser Stelle an Oma und Opa Wuwi!

Unser fast 10-tägiger Großeinsatz hat dazu geführt, dass ich nicht bloggen konnte. In der Villa Peng gibt’s noch kein Internet, dafür hatte ich Farbe an den Fingern, im Haar, in den Augen und auf meinem heißgeliebten Pullover. Die Auszeit von der Stadt gepaart mit harter Arbeit von morgens bis abends tat trotzdem wahnsinnig gut. Jeden Abend gingen wir mit dem Gefühl „etwas geschafft“ zu haben ins Bett.

Ich möchte euch unbedingt erzählen, welche Punkte wir von der To-do-Liste streichen konnten:

1. Das Badezimmer unten haben wir für weniger als 2.000 Euro saniert. Auf Instagram habe ich die meisten Details schon verraten. Vorab hat unser Bauleiter Eddi die Wände superschön verputzt, damit die Dachbalken richtig zur Geltung kommen. Dann kam unser Einsatz!

Kostenübersicht der Badsanierung:

  • Dämmung und Trockenbau: 250 Euro
  • Fliesenlack: 100 Euro
  • Pinsel und Rollen: 40 Euro
  • Neue Toilette: 80 Euro (via Amazon bestellt; die Kloschüssel ist ok, der Deckel fürn Arsch)
  • Waschkommode mit Waschbecken: 125 Euro (Ikea „Silveran“)
  • Armaturen: 50 Euro (das billigste Modell mit Niederdruck aus dem Baumarkt)
  • Heizungslack: 15 Euro
  • Wandfarbe: 55 Euro (Schöner Wohnen „Wool“ – damit haben wir das gesamte EG gestrichen, obwohl wir eigentlich andere Pläne hatten)
  • 2x Duschvorhang: je 10 Euro (Ikea „Bolman“)
  • Duschstange: 100 Euro
  • Rainshower Dusche: 55 Euro
  • Neue Tür: 150 Euro
  • Türklinke: 50 Euro (leider die falsche; ich wollte Messing nicht Chrom!)
  • Lampen: 200 Euro (noch in der Post)
  • Handtuch Haken: 18 Euro (noch in der Post)

Den braunen Fliesen-Boden lassen wir erst mal so, bevor wir oben im ersten Stock ein neues Bad bauen und das untere mit sanieren, weil wir dann von „Ost“ auf „West“ umrüsten müssen, denn die Sanitäranlage stammt aus DDR-Zeit. Hier seht ihr die Badsanierung step by step:

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2. Die Treppe war besonders aufwendig zu renovieren. Sie musste nicht nur abgeschliffen, entwurmt und neu verspachtelt werden, sondern grundiert und anschließend mindestens zwei Mal lackiert werden. An manchen Stellen haben wir 6x gepinselt, weil die Reste eines undefinierbaren Klebers und alte Farbe immer wieder dazu geführt haben, dass der Lack auf den Stufen aufgeplatzt ist.

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Wir haben bei der Treppe, wie auch bei den Türen, mit einem Primer (Farrow & Ball Interior Wood Primer & Undercoat White & Light Tones) und dem passenden Lack von Farrow & Ball gearbeitet. Der Grauton heißt „Purbeck Stone“ und ist ein warmes Hellgrau, das uns an unseren Urlaub in Schweden und die hübschen Häuschen erinnert. Später soll ein Sisalteppich auf die Treppe kommen, damit Baby Peng nicht die Stufen runterknallt.

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3. Die schwarze Eingangstür war ein echter Brocken. Abgeschliffen war die Tür braun. Bevor das matte Schwarz richtig zur Geltung kommen konnte waren drei Schichten Lack nötig, was aber nicht an der Pigmentierung der Farbe, sondern unserer schlechten Lackiertechnik lag. Dunkle Farben sind viel schwerer zu streichen, da man jeden Patzer sieht. Mein Tipp: Niemals bei den Rollen oder Pinseln sparen, sonst gibt es unschöne Striche oder Schatten. Und sauberes Abkleben ist super wichtig. Nasen haben wir mit einem Spachtel oder breiten Schraubenzieher vorsichtig abgekratzt und die Stelle wieder übermalt.

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Besonders kompliziert war das Innere der grünen Sichtfenster zu streichen. Mit meiner Schludrigkeit habe ich beim Abkleben ziemlich Mist gebaut. Der Primer lief unter das Klebeband und an zu langen Stellen riss der komplette Lack beim Entfernen des Tapes wieder mit ab. Flori musste eine Nachtschicht einlegen und mit einem Mini-Pinsel die Patzer ausbessern.

Zudem hat er mit Schleifpapier und Öl die alte Türklinke wieder hübsch gemacht. Das Kupfer passt super zu dem matten Schwarz der Tür, das je nach Lichteinfall dunkelblau wirkt.

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5. Die Küche: Wir haben bei vorhandenen Ikea Metod Schränken die alten schwarzen Fronten gegen Veddinge in Hellgrau ausgetauscht. Für die Arbeitsplatte kam letzte Woche extra ein Mitarbeiter von Ikea und hat das „Aufmaß“ gemacht. Da wir eine maßgefertige Quarzsteinarbeitsplatte bestellen möchten, muss jede Angabe exakt sein. Bei einem alten Haus ist das eine echte Herausforderung, denn selbst die Fensterbänke sind nicht 100% gerade.

6. Das Wohnzimmer ist bereit zum Einrichten. Nachdem wir lange mit einem Sitzfeldt Sofa geliebäugelt haben, sind wir inzwischen bei den Modul-Sofas von Mycs angekommen und spielen mit Farben und Materialien. Das gilt übrigens nicht nur für das Sofa an sich, sondern auch den Tisch und die passenden Kissen.

Unser Favorit für den Sofastoff ist das taubenblaue Strukurgewebe (siehe auch im Header) und Kissen aus Samt. Wir haben uns gegen ein Sofa komplett aus Samt entschieden, weil man darauf jede Sitzspur oder Beinbewegung sieht. Den Tipp haben wir von Floris Mutter, die Schneidermeisterin ist. Außerdem haben wir Samtvorhänge und wir wollen nicht, dass unser Haus wie die Playboy Mansion aussieht.

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Im nächsten Update kann ich mehr Details über das Esszimmer verraten. Ich habe meine Traumlampe bestellt und die kommt Ende Januar/Anfang Februar in einer neuen Farbe auf den Markt! Außerdem werde ich in einem Magazin eine Kolumne über die Bauarbeiten in der Villa Peng schreiben. Das Heft hat die unglaubliche Auflage von 1 Million. Ich freue mich auf jede Menge neue Villa Peng Fans!

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