Über beide Ohren verliebt in: das Helix-Piercing – 5 Tipps!

Über beide Ohren verliebt in: das Helix-Piercing – 5 Tipps!

WERBUNG | In London wurde ich einst die Zeugin des neuen Piercing-Hypes. Bei Maria Tash liessen sich Frauen aller Nationen, Alters- und Gesellschaftsklassen kleine Löcher in ihre Ohren stechen und mit Gold und Diamanten schmücken.

Ich verstand: Dicke Klunker trägt man jetzt nicht mehr nur am Finger, sondern am Ohr. Das lenkt nicht davon ab, dass in exklusiven Schmuckläden wie Maria Tash oder New York Adorned penibel auf Sauberkeit geachtet wird. Ich musste fast zwei Stunden auf meinen Piercer Peter warten, weil vor mir fünf weitere Frauen an der Reihe waren und vor jedem Stechen nicht nur das Ohr, sondern die Stecker und Ringe gründlich gereinigt werden müssen.

Und darauf kommt es beim Piercen an. Mein erstes Helix-Piercing (der Helix ist die wulstartigen Umrandung der Ohrmuschel) ließ ich mir auf einer Arschbacke im Kaufhaus mit einer Pistole „schießen“, statt mit einer Nadel stechen und musste den Ohrring nur wenige Tage später wieder herausnehmen. Das Loch hatte sich entzündet und der Ring drücke auf ein Nervenende. Es war nicht zum Aushalten.

Das zweite Helix-Piercing ließ ich mir bei Classic Tattoo in Berlin (*Link) stechen – und war total überrascht, wie professionell meine Piercerin damals agierte. Das Ergebnis: Ein schönes Helix-Piercing am linken Ohr für das mir Flori zum Geburtstag einen kleinen Hoop mit Opalen schenkte. In London ließ ich mir das zweite Helix-Piercing rechts stechen.

Das sind meine 5 Tipps in Sachen Helix-Piercing:

1. Zu einem professionellen Piercer gehen

Ihr solltet nicht wie ich den Fehler machen und wie ich Geld und Zeit sparen wollen. Ein Piercing sollte gut gemacht werden und wer nicht zu einem Profi geht, der riskiert so wie ich eine Infektion. Außerdem tut ein Helix-Piercing weh, immerhin sticht die Nadeln durch das Knorpelgewebe, anders als beim weichen Ohrläppchen („Lobe“). Ein guter Piercer lässt euch die Nadel nicht sehen und arbeitet schnell. Übrigens: Das Stechen tut weh, aber auch die ersten sechs bis acht Wochen danach sind nicht ohne. Darauf solltet ihr euch einstellen.

2. Auf Sauberkeit achten

Wenn euch das Piercing-Studio oder der Piercer in nur einem Detail schmuddelig vorkommt, würde ich das Weite suchen. Denn Piercen ist ein Ritual, vor allem was die Sauberkeit betrifft. Die Liege muss picobello ein, der Piercer bei jedem Kunden die Handschuhe wechseln, die Nadel und die Ohrringe müssen gesäubert bzw. steril verpackt sein. Außerdem solltet ihr über die Wundpflege des Stichkanals informiert werden und ggf. einen Merkzettel in die Hand gedrückt bekommen.

3. Zeit für die Beratung nehmen

Jedes Ohr ist individuell, deshalb funktioniert nicht jeder Stecker oder Ring an der Stelle, wo ihr euch das Piercing vorgestellt habt. Gerade bei Brillenträgern ist das ein wichtiger Punkt, sonst drückt der Bügel auf den Stecker oder irritiert die Wundheilung. Bei einem Helix-Piercing kann es bis zu einem Jahr dauern, ehe es schmerzfrei verheilt ist und ihr wieder auf diesem Ohr schlafen könnt. Deshalb solltet ihr niemals beide Ohren gleichzeitig stechen lassen. Ich habe mein zweites Piercing Ende Januar stechen lassen und jetzt Anfang März tut es immer noch weh, wenn ich beim Kämmen den Ring versehentlich mit einer Haarbrüste berühre. Vor dem Stechen werden die Ein- und Ausstichstellen mit einem Stift markiert. In diesem Moment solltet ihr auf jeden Fall nochmal in den Spiegel schauen und eure Brille testweise anziehen. In diesem Zusammenhang wird von einem „Curated Ear“ gesprochen, sprich die optimalen Einstichstellen und Ohrringe werden individuell für euch zusammengestellt.

4. Die Nachsorge ernst nehmen

Erst mal dürft ihr sechs Wochen weder ins Schwimmbad noch in die Sauna. Deshalb ist es meiner Meinung nach ratsam ein Helix-Piercing vor dem Sommer oder einem Wellnessurlaub zu machen. Der Termin sollte aber auch nicht im kältesten Winter stattfinden, denn eine Mütze könnt ihr mit einem frischen Piercing eher schlecht tragen, weil das Bündchen womöglich auf das Ohr drückt. Ich habe bei Maria Tash ein antibakterielles Spray für die Reinigung (2x täglich) gekauft, das auf Salzwasser basiert. Zusätzlich verwende ich ein Wundspray und Kortisoncreme, wenn ich das Gefühl habe, dass das Salzspray nicht ausreichend wirkt.

4. Nicht an dem Piercing herumfummeln

Bitte die Finger weglassen, auch wenn es verführerisch ist. Ihr solltet den Ohrring auf keinen Fall hin und her drehen, da sonst die Wundheilung gestört wird. Wenn irgendwo mal eine kleine Verkrustungen hängt, könnt ihr diese mit dem Spray und einem Q-Tipp vorsichtig abnehmen. Ansonsten solltet ihr das Piercing die ersten Monate komplett in Ruhe lassen.

5. Stilmix wagen

Das ist meine persönliche Meinung, aber ich finde einen Stil-Mix cooler, als alle Ohrringe perfekt aufeinander abzustimmen. Bei Maria Tash habe mir deshalb genau angeschaut, wie die Verkäufer und Piercer ihre Ohrringe kombinieren. Jetzt trage ich Diamanten, Rosé- und Weißgold im Mix, wobei es für Knorpel-Piercings („Cartilage“) spezielle Stecker und Ringe gibt. Bei mir ist auf jeden Fall noch Platz am Ohr und sobald das Helix-Piercing am rechten Ohr ganz verheilt ist, will ich mir links noch ein Loch ins Ohrläppchen stechen lassen und vielleicht noch ein „Daith“-Piercing machen.

Ich persönlich trage aus Gründen der Nachhaltigkeit fast gar keinen Modeschmuck mehr, sondern nur Echtgold oder Silber vergoldet. Das ist ein Investment, aber wenn man den Schmuck so wie ich jeden Tag trägt und damit duscht und Sport machen will, dann lohnt es sich. Hübsche Helix-Creolen oder Stecker findet man auch bei Labels Otiumberg und – das ist ein bisschen günstiger – Ohh Luilu (*Link).

Eine kleine Auswahl seht ihr hier:

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