Augen zu und durch: Finanziell besser durchblicken – mein persönliches Update

Augen zu und durch: Finanziell besser durchblicken – mein persönliches Update

Ich kann euch nicht sagen, welcher der beste ETF ist. Ich kann nur über meine bislang persönlichen Erfahrungen sprechen. Deshalb möchte ich euch meinen Instagram Live Talk mit Margarethe Honisch von „Fortunalista“ ans Herz legen. Sie hat mir spannende Fragen gestellt und wir haben uns knapp eine Stunde über das Thema Finanzen unterhalten. Ich habe von meinen Erfahrungen und Versäumnissen berichtet, zwischendurch hat die Finanzbloggerin und Buchautorin („Easy MoneyWie du deine Finanzen regelst, endlich vorsorgst und trotzdem gut lebst  “ *Affiliate Link) ihr Wissen einfließen lassen.

Ihre wichtigsten Fragen hat sie mir vorab geschickt und meine Notizen möchte ich euch nicht vorenthalten, wobei die Fragen nochmal ausführlicher von mir im Live Talk beantwortet werden. Schaut doch mal rein. Ich hoffe, ich kann euch motivieren auch mit dem Investieren zu beginnen!

 

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Ein Beitrag geteilt von Aktien & Finanzen für Frauen (@fortunalista)

Wie bist du zu dem Thema Finanzen gekommen und wann hast du gemerkt, dass du etwas machen musst?

Ich bin auf jeden Fall eine Spätzünderin. Erst fand ich das Thema Finanzen und vor allem ETFs nerdig. Dann wurde es im Zuge des neuen Feminismus ein Trendthema und ich habe nicht nur selber darüber berichtet, sondern gemerkt, wie relevant es für mich als Frau und Freiberuflerin ist. Und zwar schon lange. Ich hasse es über Geld zu reden; es war und ist immer ein großer Streitpunkt in meinen Beziehungen. Ich hatte jahrelang Scheuklappen auf, weil ich wusste, dass meine Altersvorsorge nicht ausreicht.

Wie hat dein Umfeld darauf reagiert? Ist in deinem Freundeskreis Geld ein Thema?

In meinem direkten Umfeld investieren die wenigstens in Aktien. Da glauben alle eher noch an das gute alte Sparkonto oder die Lebensversicherung und wittern bei Aktiengeschäften einen Betrug. Auf dem Land ist ein eigenes Haus das A und O.

Welche Einstellung hattest du davor zu Geld? Hast du dich mit dem Thema schon mal intensiver befasst?

Mein Verhältnis zu Geld ist wirklich schlecht. Ich bin überhaupt kein Zahlenmensch. Wenn ich Geld auf dem Konto hatte, habe ich immer ausgegeben. Und zwar komplett. Notgroschen? Habe ich bis heute nicht.

Für viele ist die eigene Finanzplanung am Anfang total undurchsichtig und man weiß nicht, wo man anfangen soll: Wie hast du angefangen? Was waren die ersten Schritte?

Das ging mir auch so. Deshalb habe ich erst mal gelesen, gelesen und gelesen und dann… nichts gemacht. Ich steckte in einer Analyse-Paralyse und hatte große Angst einen weiteren Fehler zu machen. Dann habe ich aber gemerkt, dass ich etwas ausprobieren muss, um mitreden zu können. Wie heißt es so schön: „Schwimmen lernt man nicht aus Büchern.“ Ich habe also angefangen eine App und einen Online-Broker zu testen. Mit beiden Produkten war ich nicht 100% zufrieden. Die App war mir zu undurchsichtig, beim Online-Broker habe ich nicht wirklich verstanden, was ich mache. Jetzt zahle ich aktuell in meine Pockets bei Evergreen ein, bespare parallel bei der DKB-Bank zusammen mit meinem Mann einen ETF-Plan und verschaffe mir einen genauen Überblick über unsere monatlichen Ausgaben. Ich arbeite viel und habe nicht die Zeit mich nonstop um meine Finanzen zu kümmern. Ich brauche jemanden, der das für mich bzw. mit mir zusammen macht.

Was ist dir am Anfang besonders schwer gefallen? Gab es etwas, dass dich besonders überrascht hat?

Überhaupt anzufangen bzw. anzunehmen, dass ich die letzten 20 Jahre verpennt habe. Was mich überrascht hat: Es ist längst nicht zu spät. Selbst wenn ich in 25 bis 30 Jahren in Rente gehe und dann nochmal 20 Jahre lebe, habe ich einen Anlagehorizont von 50 Jahren. Ich werde auf jeden Fall nicht mit Beginn der Rente aufhören mein Geld zu investieren, sondern schön weitermachen. Jetzt gerade absolviere ich bei Femme Capital einen Crypto-Workshop. Das ist mein Geburtstagsgeschenk an mich selbst und ich möchte noch dieses Jahr auch in Bitcoins investieren. Erst dachte ich, dass ich viel zu spät dran bin und der Hype vorbei. Das stimmt aber nicht. Mich überrascht, wie viel Spaß mir das Thema Geld plötzlich macht und wie der Ausblick auf eine gute Rendite motiviert.

Wie ich aus deinem Instagram-Account erkennen kann, stehst du genau wie ich auch auf schöne Dinge und gönnst dir auch gerne mal etwas: Bedeutet Finanzplanung für dich auch Verzicht?

Als Modejournalistin habe ich jahrelang Handtaschen, Klamotten und Schuhe als „Investment“ verkauft. Das würde ich heute nicht mehr machen. Finanzplanung bedeutet für mich trotzdem nicht kompletter Verzicht und Hardcoresparen, sondern einfach finanziell clevere Entscheidungen zu treffen. Ich besitze Handtaschen im Wert von mehreren tausend Euro. Das Geld hätte ich heute lieber in Aktien.

Wie fühlst du dich jetzt damit?

Was die Taschen betrifft? Scheiße, weil ich sie in Coronazeiten und auf dem Land gar nicht brauche. Ansonsten ziemlich erleichtert, weil ich weiß, dass es sich lohnt, wenn ich in Sachen Finanzen dranbleibe.

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