Mein Rosazea Tagebuch – Diagnose und Behandlung

Mein Rosazea Tagebuch – Diagnose und Behandlung

WERBUNG | Seit einigen Monaten bekomme ich Flushs, meine Kosmetikerin bemerkte meine unruhige Haut an den Wangen. Eine Hautärztin bestätigte den Verdacht: Ich habe Rosazea. Genauer gesagt, befinde ich mich im ersten Stadium: Rosacea erythemato-teleangiectatica. Zu Deutsch: Kupferfinne, französisch: Couperose. Bei Rosazea handelt es sich um eine entzündliche Hautkrankheit, die nicht heilbar ist. Die Rosazea gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen. Allein in Deutschland sind zehn Millionen Menschen betroffen. Die Krankheit beginnt meist zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr – sie ist nicht gefährlich, aber die Betroffenen leiden trotzdem unter der Rötung in der Mitte des Gesichts.

Man vermutet, dass ein labiles Gefäßnervensystem und Mikroorganismen wie Haarbalgmilben der Gattung Demodex die Krankheit begünstigen. Aber auch Umweltgifte stehen als Auslöser im Verdacht. In den folgenden Monaten nehme ich euch mit und berichte über meine Behandlung. Dabei ist es mir wichtig zu sagen, dass dieses Tagebuch nicht die Empfehlung einer bestimmten Behandlung darstellen soll, aber ich habe festgestellt, dass es viele Parallelen zwischen den Symptomen und ihrer Behandlungen gibt und ich glaube, dass dieser Art von Austausch wichtig ist.

Was können die Auslöser einer Rosazea sein?

  • Veranlagung
  • Wechseljahre
  • Stress
  • Umweltgifte
  • Sonneneinstrahlung

Bei mir kommen mehrere Faktoren zusammen: Meine Mutter hat auch Rosazea, zudem quält sich meine Familie seit zweieinhalb Jahren nicht nur durch die Pandemie, sondern ist aufgrund der Krebserkrankungen von Basti und dem Freund meiner Mutter angeschlagen. Zusätzlich sorgen bei mir eine hormonelle Umstellung und eine Histaminintoleranz für die Hautkamikaze.

Fazit: Mir steht der Stress ins Gesicht geschrieben.

Der erste Schritt: Ein Ernährungs- und Kosmetiktagebuch führen und schauen, bei welchen Lebensmitteln oder Produkten meine Haut ausflippt. Dabei konnte ich schnell die größten Übeltäter identifizieren, was für mich als Genussmensch keine so guten Nachrichten waren. Bei Essen gilt jetzt die Faustregel: Je älter ein Lebensmittel ist, desto schlechter für mich. Je frischer, desto besser.

Trigger für meine Flushs:

  • Stress
  • Blaues Licht
  • Sonnenlicht
  • Filterkaffee
  • Grüner Tee
  • Zimt
  • Alkohol (Rotwein, Whisky)
  • Schokolade
  • Sojasoße
  • Mandeln

Der zweite Schritt: Der große Badezimmer-Check! In Sachen Kosmetik habe ich festgestellt, dass ich Duftstoffe nicht mehr vertrage. Meine Haut rötet sich und spannt, obwohl ich sie eincreme. Ich achte also auf das Label „ohne“ bzw. nur wenig Duftstoffe, außerdem verwende ich in der Pflege möglichst keinen scharfen Alkohol, extreme Peelings oder Cremes, die durchblutend wirken, weil sie Menthol und Kampfer enthalten. Im Zweifelsfall checke ich das Produkt bei Hautschutzengel, um die Unbedenklichkeit einschätzen zu können.

Mit meiner Pflegeserie von cicé bin ich nach wie vor happy, aber ich reduziere meine Routine gerade wirklich auf das Nötigste. In der letzten Zeit habe ich viel zu viel mit meiner Haut gemacht und konzentriere mich deshalb jetzt auf die Hautbalance. Aber natürlich möchte ich sie weiterhin optimal für mein Alter und Bedürfnisse pflegen und meinen Glow erhalten. Bei meiner Kosmetikerin Maria mache ich aktuell kein Microneedling mehr, sondern setze auf eine Soft-Plasma-Anwendung.

Der dritte Schritt: ein Termin als Selbstzahlerin bei einer Berliner Hautärztin. Kosten für die Beratung: 75 Euro. Sie hat meine Haut mit einem Auflichtmikroskop untersucht und dabei nicht nur die geweiteten Äderchen, sondern auch Entzündungen auf der Wange gesehen, die durch die Rosazea entstehen und die Haut äußerlich unruhig wirken lassen. Es sind aber eben keine Pickel, deshalb brauche ich auch keine Akne-Mittel.

Das hat mir die Ärztin aufgeschrieben:

  • das Antibiotikum Doxycyclin für eine Dauer von 6 Wochen, weil es Entzündung hemmt, aber nicht antimikrobiell wirkt
  • Soolantra Creme für 12 Wochen, die mit dem Wirkstoff Ivermectin die Haarbalgmilbe auf der Haut bekämpft und Entzündungen lindert
  • Avene Antirougeurs Calm Beruhigende Maske – wirkt beruhigend, entzündungshemmend und reizlindernd
  • Sonnenschutz SPF 50
  • Laser- bzw. Blitzlampentermin im Haut- und Lasercentrum Potsdam im Herbst

 Die klassische Rosazea-Therapie wirkt antientzündlich und antiparasitär. Außerdem riet mir die Hautärztin zu Stressreduktion durch Yoga, Meditation und autogenes Training.

Was mache ich noch? Seit ein paar Tagen teste ich die Rosacea Cream von Gladskin, die ich auf dem Beautyblog Bare Minds entdeckt habe. Den Barrier Booster von Colibri habe ich mir auch online bestellt, nachdem ich von Betroffenen viel Gutes darüber gehört habe. Gleiches gilt für The Glow von This Place und die Crystal Glow Creme von Rosental, aber wie zuvor erwähnt: Mit cicé bin ich zufrieden und ich möchte ja nicht schon wieder 81 verschiedene Sachen auf der Badezimmerablage stehen haben.

Das Avene Thermalwasserspray steht jetzt wieder in einer großen Flasche auf meinem Schreibtisch. Damit kühle und beruhige ich meine Haut zwischendurch vor dem Rechner und stärke hoffentlich die Hautschutzbarriere – das ist jetzt mein Thema. Auch das Wirkstoffkonzentrat der Babor SOS Calming Ampullen wirkt bei mir gut, wenn meine Haut gestresst ist.

Kaum berichtete ich über meine Diagnose und Behandlung auf Instagram, bekam ich viele Nachrichten: Das sei alles Quatsch, man müsse Rosazea anders behandeln, aber doch nicht mit Alkohol, Zitronensäure und Silikoncremes! Ich muss zugeben, dass ich mich auch über manchen Inhaltsstoff wundere, z.B. das Ivermectin ein Insektizid ist.

Aber ich möchte systematisch vorgehen. Das bedeutet, ich fange jetzt erst mal so an und teste mich dann immer weiter durch. Es gibt viele Menschen, die unter Rosazea leiden — aber es gibt leider nicht die EINE Methode, die allen hilft. Spannend finde ich den ganzheitlichen Ansatz, der eben nicht nur Kosmetik und Medikamente vorsieht, sondern auch Entspannungstechniken, Massagen und eine histaminarme und entzündungshemmende und damit rosazeafreundliche Ernährung beinhaltet.

Bald geht es zu diesem Thema also hier weiter, dann berichte ich euch von meinen Erfolgen – oder den Rückschlägen! So lange hinterlasst mir gerne ein Kommentar mit euren Erfahrungen.

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9 Kommentare

  1. Alexa
    Autor
    7. Juni 2022 / 16:14

    Danke dir für den Tipp!

  2. Stephanie
    6. Juni 2022 / 11:09

    Liebe Alexa,

    ich kann dir bei Rosacea die Serie Restore von Neostrata empfehlen. Hab ich von meiner Hautärztin empfohlen bekommen. Nach der ersten Akutbehandlung ebenfalls mit Soolantra habe ich so gut wie keine Probleme mehr.
    Liebe Grüß Stephanie

  3. H.K.
    2. Juni 2022 / 18:35

    Hallo Alexa,
    Ich habe zwar (noch) keine Rosacea aber ansonsten von allen Hautkrankheiten ein bisschen…
    Vor allem habe ich eine gaaanz empfindliche Haut.
    Am besten bekommt mir, so wenig wie möglich zu machen. Kein Peeling, Augen- und Nachtcreme habe ich auch gestrichen und vor allen Dingen keine Tücher etc…. aus Microfaser. Die wirken wie ein Peeling.
    Bin jetzt auf Weleda skinfood (im Sommer skinfood light) gewechselt und meiner Haut geht es blendend.
    Eine Tube für alles – für mich perfekt!
    Alles Gute und liebe Grüße ‍♀️ H.

  4. Kika
    31. Mai 2022 / 12:48

    Liebe Lexi,

    ich nehme auch die soolantra creme und das ist der Game changer! Gute Hautärztin.
    Liebe Grüße,
    Kika

  5. Magdalena
    31. Mai 2022 / 7:31

    Liebe Alexa, danke für deinen Text. Ich hab selber vor ein paar Jahren die Diagnose Rosazea erhalten. Am Anfang ähnlicher Ansatz mit Soolantra und Co. Zwischendurch wird das Thema bei mir sehr intensiv, dann versuche ich mit Ernährung zu unterstützen (puh, aber da ich ein Genussmensch bin… eher schwierig). „Annehmen was ist“ tut mir sehr gut, reduzierte Hautpflege und ausprobieren. Alles Gute für dich und deine Haut 🙂 Folge dir schon länger und bin gespannt auf deinen weiteren Weg! Magdalena

  6. Janet
    30. Mai 2022 / 21:25

    Wie schön, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst!
    Ich habe seit einigen Jahren eine leichte Rosacea und mir hat zu Beginn auch eine Creme gegen die Milben geholfen (Metrocreme).

    Was dann aber wirklich dabei geholfen hat, den Zustand stabil zu halten, war eine Umstellung auf Naturkosmetik. Natürlich ohne Alkohol und ätherische Öle. Eine richtig tolle Marke ist Pai. Die haben eine spezielle Rosacea Linie. Kann ich sehr, sehr empfehlen.
    Natürlich bekomme ich immer noch rote „hektische“ Flecken wenn ich mich konzentriere oder aufrege , aber ich bin sehr froh, diese verschreibungspflichtige Creme kaum mehr zu brauchen.

    Ich wünsch dir eine schnelle Besserung.

    Lg,
    Janet

  7. Yvonne
    30. Mai 2022 / 21:12

    Hallo, ich hatte auch mal einen Rosaceaverdacht. Es kam akut von einer viel zu fetten Weledacreme. Hat sich aber gegeben. Ich versuche so wenig wie möglich zu machen. Habe eine Creme und kein makeup usw. Alle Symptome sind weg. Was ich nicht verstehe ist Doxizylin 6 Wochen. Das ist ein hartes Antibiotikum mit vielen Nebenwirkungen, weiss ich weil ich das mal 2 Wochen nehmen musste wegen Mykoplasmen. Liebe Grüße

  8. Julia Hannah
    30. Mai 2022 / 21:04

    Ich finde das Thema sehr interessant und finde es richtig gut, auch online über Instagram darüber zu lesen. Ich bin selbst betroffen und fand die Diagnose ziemlich hart für mich. Ich dachte nur, warum ich? Mit Mitte 30, das brauch doch kein Mensch! Anfangs war es recht schwer für mich, aber seit ein paar Monaten kenne ich meine Trigger und versuche alles weitgehend zu vermeiden, was mir nicht gut tut. Vieles klappt super über die Ernährung und zur Pflegeroutine ist es wirklich so, was dem einen gut tut, schadet dem anderen. Da muss man individuell schauen was für seine Haut gut ist. Das kann man tatsächlich nicht verallgemeinern für alle Rosacea Patienten. Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Behandlung & freue mich über Deine Berichte – lieben Dank dafür!

  9. Lili
    30. Mai 2022 / 20:31

    Vielen lieben Dank für den Artikel. Ich beschäftige mich auch schon lange mit dem Thema Haut, weil ich zwar keine Rosacea habe, aber eine sehr empfindliche Haut und das in mehrfacher Ausprägung an verschiedenen Stellen. Da hilft oft nur ausprobieren und tatsächlich auch bei mir runterfahren mit Duftstoffen, etc. Ich glaube zudem auch, dass die Haut als größtes Organ (!) oft zu sehr vernachlässigt wird in ihrer Ganzheitlichkeit. Ärzt:innen können oft schon an der Haut etwas erkennen, was eine Vermutung auf eine bestimmte Erkrankung zulässt. Siehe z.B. Alkoholismus oder Hepatitis-Erkrankungen (nicht umsonst auch Gelbsucht genannt). Aber auch weniger bedrohliche Dinge wie mal zu wenig Schlaf oder Licht/ Sonne, man sieht es stets an der Haut. Auch psychisch reagiert oft die Haut mit. Jucken, Ekzeme bei Stress z.B. Gute Besserung Dir!

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