Schöner Salat: Winzersalat

Schöner Salat: Winzersalat

Ein Mitbringsel aus Südtirol: die Idee für diesen Salat und ein sensationeller Apfel-Balsamico-Essig vom Oberhaslerhof. Bei dem Begriff „Winzersalat“ habe ich gleich diesen Buschenschank im Kopf, in dem wir oberhalb von Tscherms zum Törggelen waren. Es war dort so idyllisch, der Talblick und die Tische unter der Weinreben-Laube – ich war echt hin und weg.

Ich schweife angesichts des Alltags in Brandenburg ab, aber dieses Rezept bringt mir ein Stück Südtirol zurück. Das Rezept findet man in zahlreichen Abwandlungen im Netz, aber meine Version ist einfach und wurde meiner Freundin Sandy und mir gleich nach der Produktion vertilgt. Klassischerweise besteht der Salat aus dunklen Blattsalaten, Trauben, Nüssen, Käse und einem Stück Rosinenbrot.

Ich habe das Ding anders gedreht, Birnen dazu gemacht und auf das Brot komplett verzichtet. Ich bin kein Fan von Weißbrot, aber wer nicht darauf verzichten möchte: Go for it. Mein Tipp: ein Stück handwerklich hergestelltes Sauerteigbrot und keine Gummi-Schrippe aus dem Backshop. In Berlin-Kreuzberg gibt es die Bäckerei Soluna, da kaufe ich gerne oder ich bestelle Brot über die Plattform Marktschwärmer und hole es in der Mühle in Bensdorf ab. Wo waren wir? Ach ja, bei den Zutaten.

Das solltet ihr im Haus haben:

     
  • 1 Handvoll rote Trauben
  • 2 Birnen
  • 1 Handvoll Walnüsse
  • 1 Stück Bergkäse (ihr könnt auch Parmesan, Camembert oder Gouda nehmen – Hauptsache: schnittfest!)
  • Blattsalat-Mischung mit dunklen Blättern, z.B. Eichblattsalat, Rucola, Kale, Blattspinat…
  • 2 EL Apfel-Balsam-Essig
  • 2 EL Olivenöl
  • 1⁄2 TL Meersalzflocken

So geht das Rezept:

 
Trauben und Birnen waschen und abtropfen lassen. Trauben zählen wie Erdbeeren und Pfirsiche zu den Dirty Dozen und sind meist stark mit Pestiziden belastet. Also bitte immer waschen, vor allem wenn Kinder mitessen.

Blattsalat lesen und auf einem großen Teller anrichten. Mein Trick ist, dass ich nur die Blätter mit dem Dressing mariniere. Das Mischen von Dressing und den restlichen Zutaten geschieht dann erst, wenn man sich vom Salat nimmt. So bleibt der Salat frisch, hübsch und aromenreich.

Meersalz, Essig und Öl auf den Blattsalaten verteilen oder vorher in einer kleinen Schüssel mischen. Vorteil: Hier kann man noch mal abschmecken, ob etwas fehlt. Zu viel Salz? Mehr Essig. Zu viel Essig? Ein My Wasser. Ich mache mein Dressing immer aus dem Handgelenk, wie die Italiener*innen, die sich am Tisch aus der Essig-Öl-Menage bedienen.

Bergkäse entrinden und in Würfel schneiden. Die Größe ist egal, Hauptsache die Stücke passen in den Mund. Birne halbieren und vierteln. Ich finde, die Kerne und Stiele können dranbleiben, weil das rustikal aussieht. Gleiches gilt für die Trauben: einfach von den Stielen zupfen und halbieren.

Birnen, Käse, Trauben und Nüsse auf dem Salat verteilen. Sofort servieren. Ich versuche nach fast zwei Wochen Italien und einem langen Sommer gerade auf Alkohol zu verzichten, aber ein Gläschen Weißwein wäre dazu sicher nicht schlecht.

Habt ihr Hinweise, Fragen oder Anmerkungen? Ich freue mich über euer Feedback! Habe ich etwas vergessen?

Guten Hunger! Mehr Rezepte findet ihr hier.

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